Dokumentation Administrator-Handbuch

Administrator-Handbuch

Wie Sie Admin-Panels und interne Dienste abriegeln, dem Team Zugang geben und dafür nicht mehr als fünf Minuten brauchen.

Für Administratoren und Workspace-Inhaber ~21 Min.

1Wie es funktioniert

Drei Dinge, die man einmal verstehen muss.

Gateway — der Server, über den Ihr Team auf die geschützten Seiten gelangt. Er hat eine feste IP, die Sie auf Ihrem eigenen Server in die Whitelist eintragen. Seine Einstellungen bekommt das Gateway automatisch aus dem Dashboard; Sie müssen sich nie darauf einloggen.

Domain — eine Seite, die Sie schützen. Sie legen fest, über welches Gateway sie erreichbar ist und, falls nötig, an welche IP und welchen Port sie geschickt wird.

Token — fünf Zeichen, die Sie einer Person geben. Sie fügt sie in die Browser-Erweiterung ein und erhält Zugang zu den Domains, die Sie erlaubt haben, zu den Bedingungen, die Sie gesetzt haben.

Zu den Namen. Dem System ist egal, wie Domains, Token und Projekte heißen — die Namen sind für Sie. Aber Token- und Domainnamen sieht der Endnutzer in der Erweiterung. Schreiben Sie sie also so, dass man sie ohne Ihre Erklärung versteht: „Admin-Panel des Kunden", nicht „wp2".

Der Ablauf sieht so aus:

Browser mit Erweiterung ──► Gateway ──► Ihr Server
        │
        └── alles andere (YouTube, E-Mail) geht direkt, am Gateway vorbei

Was von Anfang an wichtig ist:

  • Das Routing läuft pro Domain. Über das Gateway gehen nur die geschützten Domains aus dem Token. Der restliche Traffic des Browsers berührt es nicht.
  • Das Gateway entschlüsselt keinen Traffic. Geroutet wird per SNI, TLS bleibt Ende-zu-Ende zwischen Browser und Ihrem Server.
  • Einstellungen greifen sofort. Ein geändertes Limit oder eine neue Domain erreicht die Gateways in Sekunden — ohne Neustart und ohne abgebrochene Verbindungen.

2Schnellstart in fünf Minuten

Das Szenario: Sie haben eine WordPress-Seite, wollen /wp-admin vor dem gesamten Internet schließen und zwei Personen Zugang geben.

Schritt 1. Gateway erstellen

Dashboard → GatewaysErstellen.

Wählen Sie den Typ:

  • Gemeinsames Gateway — sofort verfügbar, ohne Aufpreis. Für die meisten Aufgaben passend.
  • Dediziertes Gateway — läuft im Konto von L7, Sie nutzen es allein. $0,5 pro Tag werden vom Guthaben abgebucht: die erste Abbuchung bei der Aktivierung, danach alle 24 Stunden.
  • Self-hosted — auf Ihrem eigenen Server. Von uns kein Aufpreis, Sie zahlen nur Ihrem Hoster, und nur für die Stunden, die der Server existiert. Zwei Wege:
    • Auto-Deployment: Geben Sie den API-Schlüssel eines Cloud-Anbieters ein — Hetzner, Vultr, DigitalOcean, Akamai oder UpCloud —, wählen Sie einen Standort und klicken Sie auf Deploy. Nach einer Minute wird der Status grün. Sie müssen die Server-Konsole nie öffnen.
    • Eigene Maschine: Führen Sie den Installationsbefehl aus dem Dialog zur Gateway-Erstellung aus. Eine 8-MB-Binärdatei ohne Abhängigkeiten, ohne Konfigurationsdateien.

Die IP des Gateways brauchen Sie im nächsten Schritt — kopieren Sie sie aus der Gateway-Karte im Dashboard.

Schritt 2. Die Seite abriegeln

Erlauben Sie auf Ihrem Server den Zugriff auf das Admin-Panel nur von der IP des Gateways.

Ein Beispiel für nginx:

nginx
location /wp-admin {
    allow 203.0.113.10;   # die IP Ihres Gateways
    deny all;
    # ... die übrige Konfiguration
}

Prüfen Sie es: Öffnen Sie /wp-admin in einem Browser ohne Erweiterung. Für Außenstehende muss der Zugriff gesperrt sein.

Was Außenstehende bekommen sollten: Ein 403 verrät einem Bot, dass unter dieser Adresse etwas liegt, ein 404 ist also besser. Und in nginx gibt es eine noch bessere Variante — return 444: Die Verbindung wird ohne jede Antwort geschlossen, der Bot bekommt gar nichts.

Schritt 3. Domain hinzufügen

Dashboard → DomainsHinzufügen.

Geben Sie Name und Domain an. Das Gateway können Sie offen lassen — dann wird das Standard-Gateway verwendet (und bei nur einem Gateway gibt es ohnehin nichts zu wählen). Ist die Seite über gewöhnliches DNS und einen Standardport erreichbar, ist damit alles erledigt.

Schritt 4. Token erstellen

Der schnelle Weg: Rechtsklick auf die Domain → Token erstellen.

Pflicht ist allein der Name — er wird in der Erweiterung angezeigt, damit die Person weiß, worauf sie Zugriff hat. Limits sind optional: Sie können nichts setzen oder Zeit, Traffic und Anzahl der Aktivierungen begrenzen. Der Token aus fünf Zeichen ist fertig.

Schritt 5. Zugang verteilen

Schicken Sie der Person zwei Dinge:

  1. Den Link zur Erweiterung im Chrome Web Store oder bei Firefox Add-ons
  2. Die fünf Zeichen des Tokens

Sie installiert die Erweiterung, fügt den Token ein — die geschützten Tabs laden automatisch neu, das Admin-Panel öffnet sich. Keine Registrierung nötig.


3Domains

Grundeinstellungen

Das Minimum sind Name und Domain. Das Gateway wird standardmäßig eingesetzt, alles Weitere nach Bedarf.

Schneller ausgefüllt: Kopieren Sie die Seitenadresse aus dem Browser und klicken Sie auf Aus Zwischenablage einfügen. Name (Domain ohne Zone), die Domain selbst und der Pfad verteilen sich automatisch auf ihre Felder.

IP und Port überschreiben

Sie können festlegen, an welche Adresse das Gateway Anfragen an diese Domain schicken soll — unabhängig davon, was im öffentlichen DNS steht. Das Gateway hat einen eigenen DNS-Resolver, ein öffentlicher Eintrag ist also gar nicht erforderlich.

Das eröffnet drei Szenarien:

Ein Dienst ohne DNS-Eintrag. Die Domain steht überhaupt nicht im öffentlichen DNS — für alle außer Ihrem Team existiert sie nicht. Sie können sogar nicht existierende Zonen wie grafana.internal oder billing.local verwenden: Öffentliches DNS löst so etwas grundsätzlich nicht auf, das Gateway löst es nach Ihren Einstellungen auf.

Ein abweichender Port. Ein interner Dienst hängt auf 8443 oder 3000 — geben Sie den Port an (die Adresse müssen Sie dabei nicht überschreiben). Nach außen ist der Port nicht offen, das Team ruft ganz normal https://tool.company.com auf.

Ein anderer Host statt einer IP. Statt einer IP können Sie den Namen eines anderen Hosts angeben — das Gateway holt sich dessen Adresse aus dem DNS. Praktisch, wenn sich die Adresse des Backends ändert, der Name aber bleibt.

Private IP oder localhost. Steht das Gateway auf derselben Maschine oder im selben Netz wie der Dienst, können Sie eine private Adresse oder 127.0.0.1 angeben. Der unverschlüsselte Abschnitt verlässt die Maschine dann nicht.

Geltungsbereich der Domain

Der Schalter neben dem Domain-Feld legt fest, wofür die Regel gilt:

SymbolGeltungsbereich
Leeres SchildNur exakte Übereinstimmung — die angegebene Domain oder Subdomain
Schild mit „+"Die Domain und alle ihre Subdomains
Schild mit „*"Nur die Subdomains der Domain, ohne die Domain selbst

Domains durchlaufen eine träge Moderation: eine automatische Prüfung gegen Greylists. Konstruktionen wie *.com werden nicht unterstützt.

Datenschutzeinstellungen der Domain

EinstellungStandardWas sie bewirkt
In Liste anzeigenEinOb die Domain beim Nutzer in der Erweiterung erscheint
Interne RessourceAusEine Markierung zur Übersicht: Die Domain bekommt ein eigenes Symbol
Nur private SitzungAusEin Token mit dieser Domain läuft zwingend im privaten Modus
Nur geschützter TokenAusEin Token mit dieser Domain muss ein Passwort haben

In Liste anzeigen sollten Sie für technische Domains abschalten, die der Nutzer nie in die Adresszeile tippt (APIs, CDNs, Hilfsdienste) — die Liste in der Erweiterung bleibt so sauber und verständlich. Der Zugang funktioniert dabei wie gewohnt.

Nur private Sitzung und Nur geschützter Token sind Richtlinien: Markieren Sie die Domain einmal, und jeder Token, in den sie gerät, befolgt die Anforderung automatisch. Beim Erstellen eines Tokens mit einer solchen Domain verlangt das Dashboard ein Passwort (oder schaltet den privaten Modus ein) — es zu vergessen ist unmöglich.

Wird die Domain einem bestehenden Token ohne Passwort hinzugefügt, lässt das Dashboard es nicht zu. Am einfachsten duplizieren Sie den Token: Alle Einstellungen werden übernommen, Sie setzen nur noch das Passwort und fügen die Domain hinzu.

Wird die Richtlinie bei einer Domain aktiviert, die bereits in Token ohne Passwort steckt, gehen diese Token nicht kaputt — die Domain wird darin abgeschaltet. Zugang zu ihr gibt es nicht, beim Bearbeiten des Tokens ist sie aber als deaktiviert sichtbar, und beim Versuch, sie zu aktivieren, erklärt das Dashboard, dass Sie entweder einen geschützten Token anlegen oder die Richtlinie der Domain ändern müssen.

Richtlinien einer Domain dürfen nur der Workspace-Inhaber und ein Administrator ändern. Ein Manager kann das nicht.

4Projekte

Ein Projekt ist eine benannte Liste von Domains. Statt in jeden Token fünfzehn Domains von Hand einzutragen, fügen Sie ein Projekt hinzu.

Die entscheidende Eigenschaft: Die Liste ist dynamisch. Eine neue Domain im Projekt erscheint automatisch in allen Token, die dieses Projekt enthalten. Nichts neu ausstellen, nichts erneut verschicken.

Einzelne Domains im Token abschalten

Innerhalb eines Tokens lässt sich jede Domain oder ein ganzes Projekt abschalten, ohne sie zu entfernen. Das Abschalten gilt nur für diesen Token und betrifft die anderen nicht.

Wofür das gut ist:

  • Schrittweises Onboarding. Eine neue Kollegin bekommt zwei Projekte, aber Abrechnung, Produktion und Datenbankkonsole sind abgeschaltet. Eine Woche später schalten Sie sie mit einem Klick ein — kein Suchen nach fehlenden Domains.
  • Vorübergehende Pause. Der Auftragnehmer hat eine Etappe beendet — Projekt komplett abschalten. Er ist zurück — wieder einschalten.
Denken Sie beim Hinzufügen einer Domain zu einem Projekt daran: Sie wird für alle aktiven Token dieses Projekts verfügbar.

Braucht nur eine Person die Domain, nehmen Sie sie nicht ins Projekt. Klicken Sie im Token selbst auf Domain hinzufügen und wählen Sie sie aus — sie landet als eigenständiger Eintrag im Token, auch wenn diese Domain zu irgendeinem Projekt gehört. Andere Token bleiben unberührt.


5Gateways

Typen

TypKostenWann zu verwenden
GemeinsamDie meisten Aufgaben, schneller Start
Dediziert$0,5/Tag vom GuthabenSie brauchen eine eigene feste IP und Isolation von anderen Kunden
Self-hostedVon uns kein Aufpreis, der Hoster rechnet stundenweise abDer Traffic darf nicht durch die Infrastruktur von L7 laufen

Dedizierte Gateways und tageweise Abrechnung

Die $0,5 werden bei der Aktivierung und danach alle 24 Stunden abgebucht.

Ein Gateway zu stoppen beendet die Annahme von Verbindungen, nicht aber die Abbuchungen: VPS und IP bleiben für Sie reserviert, abgerechnet wird bis zum Löschen des Gateways. Stoppen Sie es, wenn Sie den Zugang vorübergehend kappen wollen — nicht, um zu sparen.

Ein Gateway zu löschen beendet die Abbuchungen.

Brauchen Sie ein Gateway nur gelegentlich, ist es günstiger, es nach der Arbeit zu löschen und neu aufzusetzen — die Installation dauert etwa eine Minute. Bedenken Sie nur: Beim Löschen geht die IP verloren, die Whitelists auf Ihren Servern müssen also aktualisiert werden.

Self-hosted

Zwei Installationswege:

Auto-Deployment über die API des Anbieters. Sie geben den API-Schlüssel ein, wählen einen Standort, klicken auf Deploy. Der Server wird automatisch erstellt und eingerichtet, in etwa einer Minute. SSH-Zugang ist nicht nötig.

Unterstützt werden fünf Anbieter: Hetzner, Vultr, DigitalOcean, Akamai (Linode) und UpCloud. Welcher Schlüssel genau nötig ist und wo er ausgestellt wird, sagt Ihnen das Dashboard, sobald Sie den Anbieter gewählt haben.

Genau diese fünf, weil ihre Server günstig sind und großzügiges Traffic-Kontingent mitbringen. Das Gateway braucht weder Kerne noch Platte noch Speicher: Der kleinste Tarif genügt, und das enthaltene Traffic-Volumen ist das Einzige, worauf zu achten ist. AWS und GCP werden nicht unterstützt: Fürs gleiche Geld bekämen Sie deutlich weniger Traffic.

Legen Sie einen eigenen Schlüssel für L7 mit minimalen Rechten an: Er wird nur zum Erstellen und Löschen eines Servers gebraucht. So ein Schlüssel lässt sich widerrufen, ohne die übrige Infrastruktur zu berühren.

Die Abrechnung erfolgt stundenweise. Bei allen fünf Anbietern wird ein Server nach Stunden abgerechnet, nicht nach Monaten. Das heißt: Das Gateway muss nicht dauerhaft existieren. Sie starten es für eine konkrete Aufgabe — ein Audit, die Arbeit eines Auftragnehmers, eine Störungsanalyse — und löschen es wieder, bezahlt sind ein paar Stunden. Das Deployment dauert etwa eine Minute, ein neues aufzusetzen kostet also nichts.

Zwei Konsequenzen, die man im Kopf behalten sollte:

  • Die Uhr des Anbieters stoppt, wenn der Server gelöscht ist. Vergewissern Sie sich, dass der Server tatsächlich aus der Konsole des Anbieters verschwunden ist — nicht nur das Gateway aus dem L7-Dashboard.
  • Ein neuer Server bekommt eine neue IP. Die Whitelists auf Ihren Servern müssen aktualisiert werden — das ist das Einzige, was davon abhält, Gateways völlig gedankenlos zu starten und zu löschen.

Installation auf der eigenen Maschine. Den Befehl liefert der Dialog zur Gateway-Erstellung. Voraussetzungen: Linux und ein freier Port. Eine 8-MB-Binärdatei, keine Abhängigkeiten, keine Konfigurationsdateien — sämtliche Einstellungen kommen über einen gesicherten Kanal aus dem Dashboard.

Ist 443 belegt, geben Sie beim Erstellen des Gateways einen anderen Port an — der Installationsbefehl übernimmt ihn automatisch.

Autonomie

Gateways halten ihren Zustand auf der Platte und arbeiten weiter, wenn die Verbindung zum Dashboard abreißt. Geänderte Einstellungen kommen inkrementell an, sobald die Verbindung wieder steht.

Beachten Sie das beim Entziehen von Zugängen: Ist ein Gateway in diesem Moment für das Dashboard nicht erreichbar, greift die Änderung nach Wiederherstellung der Verbindung. Unter normalen Bedingungen sind das Sekunden.

6Token

Was ein Token ist

Fünf Zeichen, die eine Konfigurationsdatei ersetzen. Man kann sie am Telefon diktieren, per Nachricht schicken, auf Papier schreiben. Ein Token ist mehrfach verwendbar: Ein Token kann mehrere Personen bedienen, wenn Sie mehrere Aktivierungen erlaubt haben.

Ein Token ist eine Einladung, kein Passwort. Die Identität im System ist das Gerät: Bei der Aktivierung registriert sich die Erweiterung und erhält eine eigene Kennung und einen eigenen Schlüssel. Deshalb können Sie einer Person den Zugang entziehen, ohne die anderen anzurühren.

Limits

Jeder Token hat eigene Beschränkungen, unabhängig von anderen Token.

Zeit. Wählen Sie eine Vorgabe oder geben Sie einen Wert von Hand ein:

FormatBedeutung
30m, 3H, 4D, 2W, 1MDauer: Minuten, Stunden, Tage, Wochen, Monate
today, tomorrowBis zum Ende des heutigen / morgigen Tages
eow, eom, eoyBis zum Ende der Woche / des Monats / des Jahres
KalenderdatumExaktes Datum und Uhrzeit

Wann die Uhr läuft, entscheiden Sie:

  • Ab Erstellung — der Token lebt die gesetzte Frist, ob er genutzt wird oder nicht.
  • Ab erster Aktivierung — der Timer startet, wenn die Person den Token zum ersten Mal einfügt. Freitags erstellt, montags vom Auftragnehmer aktiviert, und er bekommt seine drei Stunden.

Zusätzlich lässt sich ein Aktivierungsfenster setzen — ein Zeitraum „von" und „bis", in dem der Token überhaupt aktiviert werden kann. Wurde er darin nicht aktiviert, ist er verfallen; ungenutzte Token sammeln sich nicht an.

Aktivierungsfenster und Lebensdauer des Tokens sind voneinander unabhängig. Beträgt das Fenster 3 Tage und die Lebensdauer einen Monat, bekommt jemand, der am dritten Tag aktiviert, einen vollen Monat Zugang ab dem Moment der Aktivierung.

Traffic. Ein hartes Limit pro Token. Ist es erschöpft, endet der Zugang. Traffic lässt sich jederzeit nachlegen — die Erhöhung greift sofort, laufende Verbindungen brechen nicht ab: Lädt die Person gerade eine Datei herunter, läuft der Download weiter.

Der schnelle Weg: Rechtsklick auf den Token → fertige Werte wie „+100 MB". Das funktioniert auch für mehrere markierte Token auf einmal. Zeit wird genauso nachgelegt.

Aktivierungen. Wie viele Geräte den Token insgesamt nutzen können. Eine Aktivierung — ein Token für eine Person. Drei — zum Beispiel für eine Gruppe von Auditoren.

Ist das Limit erschöpft, kann sich kein neues Gerät verbinden, auch mit korrektem Token nicht. Das Limit lässt sich jederzeit ändern: Eine Erhöhung erlaubt sofort neue Geräte, eine Senkung wirkt nur auf künftige Verbindungen — sie trennt niemanden, der bereits arbeitet, selbst wenn es mehr sind als das neue Limit.

Token mit Passwort schützen

In den Einstellungen des Tokens lässt sich ein Passwort setzen. Solche Token beginnen mit einem Großbuchstaben — man sieht der Schreibweise an, dass ein Passwort nötig sein wird. Die Konfiguration lässt sich mit dem Token herunterladen, ohne Passwort aber nicht entschlüsseln.

Token verwenden das base58-Alphabet, in dem die Schreibweise zählt: Ifyu58 und ifyu58 sind verschiedene Token. Sagen Sie beim Diktieren die Groß- und Kleinschreibung mit an.

Die Person fügt den Token ein, und die Erweiterung fragt sofort nach dem Passwort. Übermitteln Sie das Passwort getrennt vom Token — sonst verliert der Schutz seinen Sinn: den Token etwa per Messenger, das Passwort mündlich oder über einen anderen Kanal.

Privater Modus in der Erweiterung

Der Nutzer kann in der Erweiterung den privaten Modus einschalten. Dann werden beim Schließen des Browsers Token und deren Konfigurationen vergessen — auf einer fremden oder gemeinsam genutzten Maschine bleibt nichts zurück.

Beim erneuten Verbinden behält das Gerät seine bisherige Kennung, deshalb gilt das nicht als neue Aktivierung und verbraucht kein Limit des Tokens.

Arbeiten mit Listen

Die Tabellen verhalten sich wie ein vertrauter Dateimanager, nicht wie ein Webformular.

Auswahl: mit einem Rahmen (Lasso), mit Strg einzeln, mit Umschalt als Bereich.

Die rechte Maustaste öffnet ein Kontextmenü für die Auswahl:

  • Token aus den ausgewählten Domains erstellen
  • Gateway oder Projekt bei mehreren Objekten auf einmal wechseln
  • Frist verlängern, Traffic mit fertigen Werten nachlegen
  • ein- oder ausschalten
  • duplizieren

Tastatur:

TasteAktion
PfeiltastenNavigation in der Tabelle
Enter (oder Doppelklick)Element bearbeiten
Strg+Enter (oder Strg+Klick)Element duplizieren
LeertasteToken in die Zwischenablage kopieren (in der Token-Liste)

Datumsformat. Rechtsklick auf die Kopfzeile einer Datumsspalte → Absolute / Relative Zeit. Absolut wird in Ihrer Zeitzone angezeigt, relativ als „wie lange her". Die Umschaltung gilt nur für die Spalte, in der Sie sie aufgerufen haben.


7Geräte

Jede Aktivierung eines Tokens erzeugt einen Geräteeintrag mit eigener Kennung.

Was sich damit machen lässt:

  • Ansehen, wie viele Geräte den Token aktiviert haben und wann
  • Entziehen eines bestimmten Geräts — die übrigen arbeiten mit demselben Token weiter
  • Umbenennen der Übersicht halber („Laptop des Auftragnehmers", „Arbeitsrechner")

Der Entzug greift innerhalb von Sekunden. Wer ein entzogenes Gerät hat, verliert den Zugang sofort — ein Neustart des Browsers ist weder nötig noch hilfreich.


8Team und Rollen

Sie können eine Kollegin mit einer von vier Rollen in den Workspace einladen.

RolleAbrechnungDomains und GatewaysToken und ProjekteAnsicht
Owner
Admin
Manager
Viewer

Owner — der Inhaber des Workspace, darf alles, einschließlich Zahlung und Tarife. Es gibt einen Inhaber; Mitglieder in den übrigen Rollen kann es beliebig viele geben.

Admin — die gesamte Konfiguration außer der Abrechnung. Richtet Domains, Gateways und Sicherheitsrichtlinien ein.

Manager — das operative Geschäft: erstellt und verteilt Token, verwaltet Projekte, entzieht Geräte. Domains und Gateways sind nicht zugänglich: Ihre Einrichtung erfordert abgestimmte Eingriffe auf Ihren Servern (Whitelist der Gateway-IP) und bleibt deshalb den höheren Rollen vorbehalten.

Viewer — nur Ansicht. Passend für Berichte und Beobachtung ohne das Recht, etwas zu ändern.

Die Trennung ist keine Formalität: Ein Manager kann die tägliche Zugangsroutine erledigen, aber den Perimeter nicht verschieben — keine Domain hinzufügen, kein Gateway wechseln, keine Sicherheitsrichtlinie aufweichen.

Zusätzliche Mitglieder werden vom Guthaben abgerechnet.

Anmeldemethoden

An ein Konto lassen sich mehrere Anmeldemethoden binden, nutzbar ist jede davon:

  • E-Mail und Passwort
  • E-Mail und Einmal-Link (Magic Link)
  • Google, GitHub, Microsoft
  • Telegram — über einen Link zum L7-AG-Bot oder per QR-Code vom Telefon

Mehrere gebundene Methoden schützen davor, den Zugang zu verlieren: Ist ein Anbieter nicht erreichbar, melden Sie sich über einen anderen an.

Eine neue Anmeldemethode lässt sich nur aus einer bereits angemeldeten Sitzung heraus binden — in den Profileinstellungen. Sich über einen Anbieter mit übereinstimmender E-Mail-Adresse in ein fremdes Konto einzuloggen, ist nicht möglich.

Das Abonnement gehört dem Workspace, nicht einem bestimmten Nutzer: Wechsel in der Teamzusammensetzung berühren es nicht.


9Szenarien

Zugang für einen Auftragnehmer für die Dauer der Arbeiten

Erstellen Sie einen Token: die nötigen Domains, 1 Aktivierung, Zeit 4D ab erster Aktivierung, Aktivierungsfenster eine Woche. Geben Sie die fünf Zeichen heraus. Vier Tage nach Arbeitsbeginn verschwindet der Zugang von selbst. Zu löschen gibt es nichts.

Ein Team von Auditoren

Ein Token mit 3 Aktivierungen, Zeit eow, Traffic-Begrenzung. Drei Prüfer bekommen Zugang bis zum Ende der Woche, jeder von seinem eigenen Gerät, jeder einzeln entziehbar.

Ein interner Dienst ohne öffentliches DNS

Legen Sie überhaupt keinen DNS-Eintrag an — selbst ein Name in einer nicht existierenden Zone genügt, etwa grafana.internal. Fügen Sie die Domain hinzu, geben Sie Adresse und bei Bedarf Port an. Fürs Internet existiert diese Domain nicht, fürs Team mit dem Token öffnet sie sich.

Eine Website-Migration prüfen

Tragen Sie in den Einstellungen der Domain die IP des neuen Servers ein. Das Team mit der Erweiterung sieht unter der Produktivadresse die neue Seite, Besucher sehen die alte. Das Umschalten der Erweiterung zeigt mal die eine, mal die andere Version — beliebig oft vergleichbar. Ist alles geprüft, ändern Sie das öffentliche DNS.

Schrittweises Onboarding

Geben Sie einer neuen Kollegin ganze Projekte und schalten Sie ab, was sie noch nicht braucht. Schalten Sie es nach und nach wieder ein — je ein Klick, ohne Domains zu suchen und ohne neuen Token.


10Fehlerbehebung

Die Seite öffnet sich nicht, obwohl der Token eingegeben ist. Prüfen Sie, ob die Domain im Token steht und nicht abgeschaltet ist, ob Frist und Traffic-Limit nicht erschöpft sind und ob das Gateway den Status „aktiv" hat. Prüfen Sie, ob die IP des Gateways auf Ihrem Server tatsächlich erlaubt ist.

Nach einer Änderung öffnet sich die alte Version der Seite. Einstellungen greifen in Sekunden, die Seite kann aber im Browser-Cache liegen. Laden Sie sie ohne Cache neu.

Die Erweiterung zeigt einen Aktivierungsfehler. Prüfen Sie das Aktivierungslimit des Tokens — es könnte erschöpft sein. Prüfen Sie, ob das Aktivierungsfenster abgelaufen ist.

Ein interner Dienst antwortet über das Gateway nicht. Vergewissern Sie sich, dass das Gateway den Dienst überhaupt erreicht: Liegt der Dienst auf einer privaten IP oder auf localhost, muss das Gateway im selben Netz oder auf derselben Maschine stehen.

Das Gateway kommt per Auto-Deployment nicht hoch. Prüfen Sie, ob der API-Schlüssel des Anbieters das Recht hat, Server zu erstellen, und ob im Konto des Anbieters keine Sperren bestehen (Serverlimit, unbezahlte Rechnung).


11Einschränkungen

Eine ehrliche Liste dessen, was das System nicht tut — damit Sie keine Zeit mit Nachprüfen verlieren.

  • Nur HTTP/HTTPS im Browser. SSH, Datenbanken sowie Zugriff aus CLI und Skripten werden vorerst nicht unterstützt. Ein Client für TCP-over-HTTPS ist geplant.
  • Das Gateway muss von außen erreichbar sein. Die Erweiterung verbindet sich über Adresse und Port mit dem Gateway; hinter NAT ohne Portweiterleitung funktioniert es also nicht.
  • Eine Domain, eine Route zur selben Zeit. Innerhalb eines Browsers läuft eine Domain entweder über das Gateway oder direkt. Um zwei Versionen einer Seite gleichzeitig zu vergleichen, nehmen Sie zwei Browser.
  • Browser: Chrome, Firefox und alles, was darauf basiert — Edge, Brave, Vivaldi, Opera, Arc, Zen und andere. Safari wird nicht unterstützt.
  • Mobil: Herkömmliche mobile Browser unterstützen keine Erweiterungen, dort funktioniert es also nicht. In mobilen Browsern mit Erweiterungsunterstützung funktioniert es — etwa in Firefox für Android und Kiwi.